Projekt „KA-MER“

Klimafolgen und Anpassung: Erarbeitung eines beispielhaften Anpassungskonzepts für den Verkehrsbereich anhand des Meridian als Marke der Bayerischen Oberlandbahn GmbH (KA-MER)

Mehr Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad, mildere Winter mit einem durchschnittlichen Temperaturanstieg von 3 bis 4 Grad und die Zunahme von Extremwetterereignissen wie Starkregen, Gewitter und Stürme stellen auch Eisenbahnen vor Herausforderungen. Der Klimawandel ist in vollem Gange, dessen Auswirkungen lassen sich durch geeignete Maßnahmen jedoch in ihrer Wirkung eindämmen.

Um solche Maßnahmen mit wissenschaftlichen Methoden zu ermitteln, schlossen sich die Bayerische Oberlandbahn GmbH (BOB), die den Meridian betreibt, das bifa Umweltinstitut und die Universität München zusammen. Diese Zusammenarbeit wurde finanziert durch das Bundesumweltministerium. In Experteninterviews, Fahrgast- und Mitarbeiterbefragungen sowie zwei Workshops wurden unter anderem die Fragen „Was sind die Klimatrends im Gebiet des Meridian?“, „Welche Chancen und Risiken bedeuten die Klimatrends für Fahrgäste, Mitarbeiter und Meridian-Züge?“ und „In welchen Bereichen sollten der Meridian bzw. Eisenbahnverkehrsunternehmen handeln?“ beantwortet.


 

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Das Klimaanpassungskonzept für die Marke Meridian

Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit bildet eine Broschüre mit dem Titel „Der Klimawandel – Strategien zur Anpassung für den Meridian“, die am Dienstag, 4. Juli, auf dem Wendelstein präsentiert wurde. Das Klimaanpassungskonzept enthält neben Handlungsfeldern 53 konkrete Maßnahmen, durch deren Umsetzung die Bayerische Oberlandbahn GmbH dem Klimawandel begegnen kann. Darunter finden sich solche, die allein im Einflussbereich dieser Eisenbahn liegen, aber auch solche, bei denen mehrere Akteure des Schienenpersonennahverkehrs zusammenarbeiten müssten.

Dr. Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, betonte, dass die BOB einige der Maßnahmen  in ihrem Verantwortungsbereich umsetzen wird: Beispielsweise werden Mitarbeiter im Umgang mit Extremwetterereignissen noch besser geschult, um in diesen Fällen die Kommunikation zu Fahrgästen weiter zu optimieren. Ebenso arbeitet die BOB an einem Rechnerinformationssystem, das die Reisenden mit aktuellen Informationen über Wetterbedingungen versorgt und bei Bedarf über Ausweichmöglichkeiten informiert.

Auf der Webseite der Bayerischen Oberlandbahn GmbH (www.meridian-bob-brb.de) steht eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse als Broschüre zum Download zur Verfügung. Hier wird in Kürze die vollständige Forschungsdokumentation bereit stehen.