Projekt „KA-MER“

Klimafolgen und Anpassung: Erarbeitung eines beispielhaften Anpassungskonzepts für den Verkehrsbereich anhand des Meridian als Marke der Bayerischen Oberlandbahn GmbH (KA-MER)

Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel gehören zu den größten Herausforderungen der Menschheit. Betroffen sind viele Bereiche und Branchen, so auch der Verkehrssektor. Gemeinsam mit dem bifa Umweltinstitut und der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) entwickelt daher die Bayerische Oberlandbahn GmbH eine Strategie zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. Die Initiative wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

Der Klimawandel ist Fakt und seine Auswirkungen wie steigende Durchschnittstemperaturen, häufigere Extremwetterereignisse oder schneeärmere Winter sind gerade im Alpenvorland längst spürbar. Hauptursache der Erwärmung ist die Freisetzung von Treibhausgasen, die in erster Linie auf menschliche Einflüsse zurückzuführen ist. Selbst wenn ab sofort sämtliche CO2-Emissionen eingestellt würden, blieben aufgrund der Trägheit des Klimasystems viele Änderungen bestehen. Vor diesem Hintergrund ist es von großer Bedeutung, Vorsorge zu leisten und rechtzeitig aktiv zu werden, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. 


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Das Klimaanpassungskonzept für die Marke Meridian

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit wird die Identifizierung und Bewertung spezifischer Chancen und Risiken stehen, um die Folgen der zukünftigen Klimaveränderungen herauszuarbeiten. Das Projektteam untersucht dabei verschiedene Handlungsfelder des Unternehmens wie beispielsweise Mitarbeiter, Kunden und Infrastruktur und analysiert Produktpaletten und Wertschöpfungsketten.

Auf Grundlage der Vulnerabilität und Anpassungskapazität dieser Handlungsfelder sollen individuelle Maßnahmen herausgearbeitet und bewertet werden. Im letzten Schritt sollen daraus Anpassungsstrategien erarbeitet und Ansätze zur Umsetzung („first steps“) erstellt werden. Diese werden mit Hilfe einer multidimensionalen Machbarkeitsbewertung hinsichtlich ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte evaluiert. Im Fokus steht dabei neben möglichen Kosteneinsparungen eine Risikominimierung für das Unternehmen, dessen Status quo durch Anpassungsmaßnahmen positiv verändert werden kann.

Aktueller Stand

Februar 2016
Projektbeginn
März-Mai 2016
Stakeholderanalyse und Ermittlung des Status quo
Experteninterviews zu Chancen und Risiken für den Meridian
Juni-September 2016
Durchführung und Auswertung der Kunden- und Mitarbeiterbefragung
Oktober 2016
Workshop „Klimawandel und Schienenverkehr – Herausforderungen für den
Meridian“ mit Mitarbeitern und externen Experten